Nachfrage nach Ferienimmobilien auf Rekordniveau

Posted on 14. September 2012

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Studie: Nachfrage nach Ferienimmobilien erreicht Rekordniveau

In wirtschaftlich unsicheren Zeiten gilt Wohneigentum als sicherste Geldanlageform. Die Angst vor Inflation sowie die günstigen Konditionen am Zinsmarkt bewegen zunehmend mehr Verbraucher zum Immobilienkauf. So legt auch die Nachfrage nach Ferienimmobilien im Zuge der Eurokrise deutlich zu. Dies geht aus der aktuellen Marktstudie von Fewo-Direkt hervor, die in Zusammenarbeit mit Engel & Völkers erstellt wurde. Laut den Ergebnissen der Analyse bleiben Ferienunterkünfte dabei trotz nachfragebedingter Preissteigerungen gegenwärtig erschwinglich und stellen zudem eine rentable Einnahmequelle dar, wenn bei der Vermietung einige Aspekte berücksichtigt werden.

Deutschland als Top-Standort für Ferienimmobilien

Vom kleinen Ferienhäuschen in den Alpen bis zum luxuriösen Urlaubsdomizil mit Meerblick – zunehmend mehr Verbraucher entscheiden sich für den Erwerb einer Ferienimmobile. So lautet das Ergebnis der aktuellen Marktanalyse von Fewo-Direkt und Engel & Völkers. Für die diesjährige Erhebung der jährlichen Analyse wurden knapp 2.800 Eigentümer von Ferienobjekten in Deutschland unter anderem zu Kaufkriterien, Finanzierung und Wertentwicklung ihrer Ferienimmobilie gefragt. Die Befragungsergebnisse bestätigen den Trend zum Urlaub im eigenen Land: mit 52,2 Prozent befindet sich jede zweite Ferienimmobilie der Bundesbürger in Deutschland. Dabei zieht es die deutschen Immobilienkäufer vor allem in die Küstenregionen der Bundesrepublik. Ferienobjekte an der Nord- und Ostseeküste sowie auf den Ostseeinseln verzeichnen die höchste Nachfrage. Nach Deutschland landet Spanien mit elf Prozent auf dem zweiten Platz. Daneben befinden sich jeweils rund drei Prozent der Ferienobjekte in Mallorca, Tirol sowie in Florida.

Ein Häuschen mit Meerblick direkt am Strand – welcher Küstenurlauber träumt nicht davon, sein eigenes kleines Reich in seiner liebsten Urlaubsregion zu besitzen, das als sichere Kapitalanlage zudem ein solides Standbein für die eigene Altersvorsorge darstellt und sich aufgrund der Möglichkeit zur Vermietung zudem eine lukrative Einnahmequelle erweist? Für rund 60 Prozent der befragten Ferienhausbesitzer stellt die Möglichkeit zur Eigennutzung in Kombination mit der Vermietung das entscheidende Kaufmotiv dar. Für fast 29 Prozent gaben die zu erwartenden Einnahmen aus Vermietung den entscheidenden Anreiz zum Erwerb ihrer Ferienunterkunft. Gerade Ferienimmobilien werden für private Anleger aufgrund der steigenden Nachfrage nach Ferienhaustourismus zunehmend interessanter.

Investitionskosten und Mieteinnahmen für Ferienimmobilien

Aufgrund der günstigen Situation am Zinsmarkt und der sinkenden Investitionskosten werden Ferienimmobilien zunehmend erschwinglicher, wie die Marktanalyse zeigt: während Ferienhauskäufer im Jahr 2009 noch 196.500 Euro für ihr Urlaubsdomizil ausgeben mussten, liegen die durchschnittlichen Investitionskosten für den Zweitwohnsitz gegenwärtig nur noch bei 180.000 Euro. Bei jährlicher Auslastung von 24 Wochen konnten im vergangen Jahr durch die Vermietung durchschnittliche Einnahmen von 14.000 Euro erzielt werden. Aufgrund der sinkenden Investitionskosten bei gleichbleibenden Mieteinnahmen steigt zudem die Rendite von Ferienobjekten. Darüber hinaus können Besitzer von Urlaubsimmobilien zudem von steuerlichen Vorteilen profitieren, allerdings nur, wenn das Objekt mindestens teilweise vermietet wird. Steuerlich abgesetzt werden können unter anderem die anfallenden Darlehenszinsen und Abschreibungen, die Nebenkosten, die Kosten für Grundsteuer sowie die finanziellen Aufwendungen für Renovierungsarbeiten. Diese Kosten können jedoch nur dann beim Fiskus geltend gemacht werden, wenn die Ferienunterkunft ausnahmslos an wechselnde Urlaubsgäste vermietet wird. In diesem Fall behandelt der Fiskus das Objekt als private Kapitalanlage und die genannten Kostenpunkte können als Werbungskosten abgesetzt werden. Wer sein Feriendomizil neben der Vermietung selbst nutzt, muss nachweisen, dass der Zeitraum der Eigennutzung höchstens 25 Prozent beträgt. In diesen Fällen können jedoch nur Kosten beim Finanzamt geltend gemacht werden, die in Zusammenhang mit der Vermietung stehen.

via Nachfrage nach Ferienimmobilien auf Rekordniveau.

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