Kroatien – Die Legende vom steinernen Kreuz

Posted on 4. February 2012

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Die Legende vom steinernen Kreuz im Osijeker Sammelband Nr. IV aus dem Jahre 1954. Die Legende wird in einer Arbeit von Blaž Misita Katušić erwähnt, in dem er den Zustand der Kapelle beschreibt. Im Text heißt es auf S. 142: Obwohl dieses Denkmal keinen besonderen künstlerischen Wert besitzt, steht der Ort, an dem es errichtet wurde, mit einer Reihe interessanter Ereignisse und mit einer Legende in Verbindung, die von lokaler historischer Bedeutung sind. An dieser Stelle stand seit der Befreiung von den Türken bis zum Jahre 1809, als Osijek zur freien Kaiserstadt erklärt wurde, das Festungsschafott. Angeblich stand hier auch der Galgen… Was sagt die Legende über die Entstehung des steinernen Kreuzes? Zu Beginn des 18. Jahrhunderts lebte in der Deutschen Straße in der Oberstadt ein reicher Schuster mit seinem einzigen Sohn. In dieser Nachkriegszeit nach der Vertreibung der Türken galt in der Stadt das Kriegsrecht, und außer den patrouillierenden Soldaten durfte sich niemand nachts auf der Straße aufhalten. Eines Nachts brachen Diebe in einen Laden der Oberstadt ein, und die Militärwache ergriff in derselben Nacht den Schustersohn in einer benachbarten Straße und klagte ihn des Einbruchs an. Beim Verhör schwieg er hartnäckig und wollte nicht aussagen, wo er in dieser Nacht gewesen war oder ein anderes Alibi angeben. Er wurde von einem Kriegsgericht verurteilt und an dieser militärischen Hinrichtungsstätte gehängt. Zwei Tage später erschien eine reiche Bürgertochter vor dem Kriegsgericht und sagte unter Eid aus, dass der Schustersohn in dieser Nacht bei ihr gewesen sei. Sie hätten einander geliebt, hätten dies aber wegen des Standesunterschieds vor ihren Eltern geheim gehalten, aber sein Edelmut, eher in den Tod zu gehen als sie zu kompromittieren, habe alle Standesschranken überwunden, und mit Gewissensqualen sei sie gekommen, um vor dem Gericht die Wahrheit zu sagen und ihren Geliebten von der Schande reinzuwaschen. Aufgrund dieser beeideten Aussage gestattete das Gericht dem Vater, dem Schuster, auf dem Grabe seines unschuldig verurteilten Sohnes einen Grabstein aufzustellen. Der Vater wählte dafür die Form eines steinernen Kreuzes.

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