Exportchancen in Südosteuropa gut

Posted on 30. January 2012

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Bei einem Besuch in Linz sprachen gestern die Außenhandelsdelegierten Rudolf Lukavsky (Rumänien), Roman Rauch (Kroatien), Michael Angerer (Bulgarien), Andreas Haidenthaler (Serbien) und Sigmund Nemeti (Bosnien) mit insgesamt 80 oberösterreichischen Unternehmen über die Chancen der Exportwirtschaft in Südosteuropa.

„Wir müssen in Zeiten wie diesen überlegen, wo Märkte mit Potenzial zu finden sind“, sagt Oberösterreichs Wirtschaftskammerpräsident Rudolf Trauner, der dieses Potenzial in Südosteuropa sieht. Bereits jetzt beträgt das Exportvolumen der österreichischen Unternehmen in dieser Region 3,97 Milliarden Euro bei einem Handelsbilanzüberschuss von 1,54 Milliarden Euro. In Kroatien, Serbien, Bulgarien und Bosnien ist Österreich der größte Direktexporteur, in Rumänien die Nummer zwei.

Luft nach oben sei aber in allen Ländern genügend vorhanden. Nach einem krisenbedingten Rückgang ist Südosteuropa wieder auf Wachstumskurs. Vor allem in den Bereichen Umwelttechnik, Infrastruktur und Energie sei in sämtlichen Ländern der Investitionsbedarf nach wie vor hoch.

Besonders große Erwartungen werden in Kroatien gesetzt, das nach einer am vergangenen Sonntag stattgefundenen Volksabstimmung am 1. Juli 2013 der EU beitreten wird. „Kroatien wird etwas brauchen, sich an die Spielregeln der EU zu gewöhnen. Das bietet Chancen für österreichische Unternehmen, die darin bereits Erfahrung haben“, sagt Rauch. Neben Umwelt und Energie bieten auch die von der EU geförderten Bereiche Bildung, Agrar und Lebensmittel lukrative Investitionsmöglichkeiten für heimische Unternehmen.

Gute Chancen sind auch in Bulgarien noch vorhanden. „Bis Ende 2013 sind noch 40 Prozent der EU-Förderungen offen“, sagt Angerer. Vor allem die niedrigen Steuern bieten im ärmsten Land der EU den Unternehmen zahlreiche Anreize.

Quelle: nachrichten.at

 

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