Doping-Paar schaffte Geld weg

Posted on 30. January 2012

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Doping-Netzwerk: In der Vorwoche wurde ein slowenisches Ehepaar in Kärnten festgenommen. Nun berichteten slowenische Medien, dass die Verdächtigen von den Ermittlungen wussten und Geld in Sicherheit bringen wollten.

Jenes slowenische Ehepaar, das am 27. Dezember in Kärnten festgenommen wurde, dürfte von den Ermittlungen wegen illegalen Dopinghandels gewusst haben. Die Verdächtigen, ein 36-jähriger Slowene und seine um drei Jahre jüngere Ehefrau, sollen ja mit verbotenen Steroiden im Internet gehandelt und so fast 40 Millionen Euro verdient haben. Die Erlöse sollen über mehrere Strohfirmen reingewaschen und zum größten Teil in Immobilien investiert worden sein. Sie gelten laut Bundeskriminalamt als “zwei der weltweit größten Dopinghändler” und residierten in einer Millionenvilla in Bad Kleinkirchheim.

Wie die slowenische Tageszeitung “Dnevnik” jetzt berichtet, sollen die Verdächtigen vor zwei Monaten einen Teil ihres Vermögens ins Ausland gebracht haben. Demnach erfuhren die beiden fast gleichzeitig mit dem österreichischen Bundeskriminalamt über das Ergebnis mehrjähriger Ermittlungen der Drogenbekämpfungsbehörde in den USA. Darauf gründete der 36-Jährige zwei Firmen in dem zentralamerikanischen Staat Belize. Diesen Firmen wurde Ende Oktober ein 2,4 Hektar großes Grundstück in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana übertragen. Belize diente in den vergangenen Jahren wiederholt zur Steuerflucht und Geldwäsche.

Laut Medienberichten soll der Verhaftete in Slowenien Immobilien im Wert von mehreren Millionen Euro besitzen, darunter eine Luxusvilla im Laibacher Villenviertel Rozna dolina – als deren Besitzerin die Mutter des verhafteten Slowenen eingetragen sein dürfte. Zudem sollen die beiden Verdächtigen auch in Immobilien im kroatischen Seebad Opatija investiert haben. Helmut Greiner vom Bundeskriminalamt gibt sich zu den Berichten zugeknöpft: “Das ist alles Gegenstand der Ermittlungen. Wir kennen selbst auch noch nicht das Ergebnis.”

Das verhaftete Ehepaar sitzt unterdessen weiterhin in der Justizanstalt Klagenfurt. Die geplante Auslieferung in die USA versuchen der 36-Jährige und seine Frau zu verhindern.

Quelle: kleinezeitung.at

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